Soziales Lernen
Sozial-Praktikum
Streitschlichtet*innen an der Realschule Neureut
Es ist wieder soweit: die Ausbildung der neuen Streitschlichter*innen ist erfolgreich abgeschlossen und die „alten“ und „neuen“ Streitschlichter*innen können ihre Tätigkeit aufnehmen.

- Worum geht es?
Streit und Konflikte gehören zu unserem Schulalltag, in der Pause, im Unterricht oder auf dem Schulhof. Das ist ganz normal. Deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, wie man richtig mit Konflikten umgeht. Meist enden Konflikte so, dass einer der Beteiligten als Verlierer und der andere als Sieger hervorgeht. Und mindestens einer der Beteiligten ist mit dem Ergebnis höchst unzufrieden, wütend oder traurig. Dann ist es für die betreffenden Schüler*innen schwer, sich wieder auf den Unterricht zu konzentrieren. Manchmal gehen die Streitigkeiten dann auch am Nachmittag oder an den folgenden Schultagen weiter.
Deshalb gibt es an unserer Schule seit einigen Jahren das Konzept der Streitschlichtung, bei dem die Schüler*innen selbst die Konfliktlösung in die Hand nehmen, sich als Streitschlichter*innen ausbilden lassen und dazu beitragen, den Schulfrieden aktiv zu unterstützen.
Das Streitschlichterprogramm trägt dazu bei, dass die Schüler*innen einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten lernen und dabei unterstützt werden, gute Lösungen für ihre Streitigkeiten zu finden.
In ihrer Streitschlichterausbildung lernen die Schüler*innen, überparteilich mit den Parteien in Dialog zu treten. Weg von einseitigen Schuldzuweisungen, hin zu kooperativen Lösungen.
Im Training üben die Streitschlichter in Form von Rollenspielen, wie es sich anfühlt auf der einen oder anderen Seite zu stehen. Sie üben Empathie und soziale Kreativität.
Der Ablauf einer Streitschlichtung läuft in vier grundlegenden Schritten:
- Begrüßung/Einleitung
- Klärung
- Lösung finden
- Verabschiedung/Absprachen
Das Ergebnis wird in einem Protokoll festgehalten und bei Bedarf werden Folgetermine ausgemacht.
Sind zu viele Schüler*Innen (oder Erwachsene) an dem Konflikt beteiligt, geben die Streitschlichter die Aufgabe an die Beratungslehrerin oder die Schulsozialarbeiterin ab. Ebenso wenn es um schwerwiegende Probleme wie Mobbing etc. geht.
Die Streitschlicher*innen aus dem vergangenen Jahr haben die Ausbildung der „neuen“ aus den 7. Klassen tatkräftig unterstützt und auch viele gute Tipps gegeben!
Wer ist Ansprechpartner?
Jede Klasse der Klassenstufen 5 und 6 hat vier Streitschlichter*innen zugeordnet bekommen, die diese jetzt ein Schuljahr bei auftretenden Auseinandersetzungen begleiten werden.
Die zuständigen Streitschlichter*innen haben sich in der jeweiligen Klasse vorgestellt und ihre Fotos und ihre Kontaktmöglichkeiten in den Klassenräumen hinterlassen.
Für die Ausbildung und die weitere Begleitung sind zuständig:
- Frau Grohmann, Beratungslehrerin
- Frau Bopp, Schulsozialarbeit
Viel Erfolg!
Suchtprävention
Ähnlich wie bei der Gewaltprävention handelt es sich auch bei der Suchtprävention um ein ganzheitliches Konzept über mehrere Schuljahre.
Hierbei werden innerhalb des Religions-, Deutsch- und Naturwissenschaftsunterrichts Wissensgrundlagen zu den potenziellen Ursachen von Sucht und den verschiedenen Suchtmitteln gelegt.
Darauf basierend finden in Kooperation mit dem Vincentius- Krankenhaus, der städtischen Jugend- und Drogenberatung, Herrn Frank Milbrich von der Alkoholprävention sowie der Kriminalpolizei Karlsruhe zahlreiche Informationsveranstaltungen zu den gesundheitlichen und sozialen Folgen von Sucht statt.
Ebenso wird ein Elternabend zum Thema "Suchtprävention bei Jugendlichen" gemeinsam mit der Polizei Karlsruhe veranstaltet.
Gewaltprävention
Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für eine gewaltfreie Lösung von Konflikten -
dies ist die grundlegende Idee, die hinter unserem Konzept der Gewaltprävention steckt.
Wir an der Realschule Neureut versuchen die Prävention in allen Klassenstufen zu verankern. Geübt und vertieft werden die Inhalte in Rollenspielen, bei Vorträgen oder Workshops.
Wir pflegen Kooperationen zu zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, darunter das örtliche Jugendzentrum „Trafo Häusle“ in Neureut, die Polizei und der AWO. Fester Bestandteil ist auch das soziale Training der AGJ, das in allen 6. Klassen durchgeführt wird.
Die Veranstaltungen dienen dazu, die Jugendlichen im Rahmen mehrerer Unterrichtsblöcke in ihrem Körperbewusstsein und ihrer sozialen Kompetenz zu schulen. Außerdem wird über den Zugang zu städtischen Einrichtungen und Ansprechpartnern informiert und es werden strafrechtliche Konsequenzen von Gewalt aufgezeigt.

Schülerinnen der Realschule Neuret bei Übungen zur Frauenselbsthilfe.

Realschule Neureut